Hormonelle und stressindizierte Depigmentierung von dem Nasenspiegel
und Lippen- und Lidrändern bei Birmakatzen
© Samian's Heilige Birma - Creative Graphics
Im Sommer 2008 bekamen wir unsere Zarah aus einer kleinen Cattery. Als wir Zarah aussuchten sah sie so aus:
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Bedingt durch eine Impfreaktion musste Zarah medikamentös und auch mehrfach mit einem Antibiotikum behandelt werden. Kurze Zeit später stellten wir fest, dass durch die Medikamente sich Stichelhaare um die Nase herum gebildet hatten. Mehr oder weniger gleichzeitig stellten wir fest, dass sich auch immer mehr der Nasenspiegel entfärbte. Das wirkte fast transparent und die hellrosé farbenen Flecken wurden immer mehr.
 
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Wir machten uns bei verschiedenen Züchtern kundig. Die Meinungen schwankten von einem weißen Fleck bis hin zu der Aussage: "Depigmentierung". Der weiße Fleck wäre aber von Anfang vorhanden gewesen und dem war ja nicht so. Also, war die Annahme, dass es sich um eine durch Hormone oder Stress hervorgerufene Depigmentierung handelt recht plausibel. Wenn man bedenkt, dass das Kitten innerhalb kürzester Zeit einige Stresssituationen zu bewältigen hatte, wie den Flug, neues Zuhause, Tierarztbesuche, Futterumstellung und Integration in eine neue Katzenfamilie, dann spräche allerdings auch nichts gegen einen stressbedingte Depigmentierung.

In der Literatur wurden wir im Buch von V. Smith "The Birmancat worldwide" fündig, die dort einen ähnlichen Fall mit Fotos beschrieb. Dort hatte sich der Nasenspiegel einer Seal im Alter von ca. 10 Monaten entfärbt und erst in der Trächtigkeit mit ca. 1,5 Jahren kam die Farbe langsam wieder.

Wir entschlossen uns gegen den Rat anderer langjähriger Züchter, die Katze nicht sofort zu kastrieren, sondern einfach weiter abzuwarten, wie uns von einer anderen Züchterin geraten wurde, die das Phänomen kannte.

Nach einigen Monaten stellten wir fest, dass die Stichelhaare verschwanden und sich der depigmentierte Bereich sich verkleinerte. Hier einige Beispielfotos aus den letzten Wochen:
 
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Natürlich kann es sein, dass diese Depigmentierung im Laufe ihres Lebens wiederkehrt. Andererseits gibt es keine Garantie dafür, dass es so ist und auch ob sie dieses an
ihre Kitten vererbt.

Da man als Züchter auch die Aufgabe hat, sich mit schwierigen Situationen auseinander zusetzen, haben wir uns entschlossen mit Zarah zu züchten und zu sehen, ob diese Depigmentierung auch bei ihren Kitten auftritt. Lt. den Forschungen von Dr. M. Piccardello und auch den "Feline Genetics for Cat Breeders and Veterinarians" konnte man noch keinen rezessiven Erbgang beweisen. Man vermutet alternativ biochemische, hormonelle Vorgänge.

Wir werden über die Entwicklung dieser Depigmentierung in den nächsten Monaten weiterhin berichten!

Fragen und Tipps stehen wir offen gegenüber und würden uns über Kommentare, Anregungen und einen regen Austausch zu unserem Artikel freuen.
 
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Zarah´s Nase am 22.02.2009   Zarah´s Nase am 22.02.2009
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Diese beiden Bilder sind vom 07.06.2009    
 
Man sieht deutliche Verbesserung der Depigmentierung an den Augenliedern sowie an der Nase!
 
 
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  Zarah Ende Juli 09  
 
Die Pigmentierung ist nun deutlichst vorhanden.
 
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Diese Bilder zeigen Zarah am 08.05.2010    
 
Nach langer Zeit mal wieder neue Bilder unserer Zarah! Sie hat nun deutlichst mehr Pigmentierung am Nasenspiegel genauso wie an den Augenliedern, Ohren und und anderen depigmentierten Stellen.
 
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